Umzug mit dem TinyHouse

Nach vielen Überlegungen haben wir beschlossen, die letzten (gefürchteten) 3 km bis zum Snowtrail Dogcamp doch noch weiter zu ziehen (auf dem Kartenausschnitt von Osten kommend etwa ab kurz vor dem Knick nach Südwest).

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Lotti (Lotti Meier aus dem Wallis, sie betreibt seit 22 Jahren das Dogcamp mit tollem Programm das ganze Jahr über – am schönsten natürlich im Winter) hatte schon recht. Diese Strecke, zwischen Waldparkplatz und Camp, ist alleine schon für unseren Geländewagen eine Herausforderung. Und das sollen wir noch mit 3.500 kg am Haken fahren? Ob Auto und TinyHouse eine solche Strecke heil überstehen? Und wir?

Die Schwierigkeit ist:

In den kommenden Wochen gibt es eine Zeit, in der für den Geländewagen zu viel Schnee liegt, und für das Showmobil zu wenig. Wir könnten dann die tägliche Strecke nur mit Schneeschuhen bewältigen. Geo hätte Schwierigkeiten, überhaupt mit zu können und wir wären tatsächlich völlig abgeschnitten.

Bisher hat unsere Haustechnik tadellos funktioniert. Die Brennstoffzelle hat uns zuverlässig mit Strom versorgt, die Gasheizung und der Holzofen haben das TinyHouse immer schön warm gehalten. Das Wasser haben wir alle paar Tage vom Camp mitgebracht. Das ginge dann nicht mehr. Auch der See am Waldparkplatz, aus dem wir unser Trinkwasser holen können, ist mittlerweile zugefroren …

So ganz abgeschieden, das nächste Haus in jede Richtung mindestens 3 km entfernt, und alles nur mit Schneeschuhen erreichen zu können, war uns dann doch zu riskant. So haben wir uns für das Abenteuer des Umzugs entschieden und waren gespannt, wie unser Geländewagen den Anhänger über die Tundra ziehen würde.

Vorsorglich haben wir einen großen Traktor geordert, der uns vorausfahren und ggf. Hilfestellung leisten sollte.

Wir haben ihn an einer Stelle tatsächlich auch gebraucht. Nach der keinen Brücke steigt der Weg sehr steil an. Dort rutschte der Trailer samt Auto rückwärts den Hang hinunter, kam aber glücklicherweise wieder zum Stehen. Da ist der Jeep für den Trailer doch noch zu leicht.

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Die kleine Brücke, vereist und glatt, und der steile Anstieg danach. Im Nachhinein die einzige wirklich kritische Stelle auf der Strecke.
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Am Haken des großen Traktors von Thomas war die Steigung gut zu meistern.
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In der ganzen Aufregung war der „Sterneffekt“ auf die Bilder gekommen …

Diese 10 Meter blieben die einzige kritische Stelle auf der gesamten Strecke. Den Rest meisterte der Jeep mit zugeschaltetem Allradantrieb und der Geländeuntersetzung tadellos.

Die folgenden Fotos zeigen bereits die Zielgerade. Auch D’Artagnan wundert sich über die heranrollende rote Kiste. Wo sich doch sonst kaum ein Auto hierher verirrt,

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Nein, D’Artagnan, das ist nicht deine neue Hundehütte.
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Schade …
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Geschafft – ohne größere Schäden. Einzig eine Leuchte der Umrissbeleuchtung am Dach haben wir verloren (aber auch wieder gefunden und wieder montiert).

Nun sind wir vor dem Einsetzen des tagelangen Schneiens sicher untergebracht. Vor Mittsommer 2017 kann man jetzt das TinyHouse nicht wieder zurück bringen. So lange wird die Straße zwischen Waldparkplatz und Camp nicht für ein solches Gespann befahrbar sein.

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